Anleitungen

Für Thys 222 Revolver mit elastischem Rückhoseil

  • Zusammenbau (nach Lieferung)
  • Ruderrad fahrbereit machen
  • Montange- Beriebs- und Wartungsanleitung

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  • Ausbau des Hinterrades (z. B. platter Reifen)

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Video-Antleitungen

Kurze Filme über den Zusammenbau und die Einstellungen eines THYS 222 Revolver Ruderrad.

ACHTUNG ~ SICHERHEIT ~ ACHTUNG ~ SICHERHEIT

Fahren Sie sicher, vorausschauend und defensiv!

Sie haben ein schnelles und flaches Rad gekauft. Gehen Sie immer davon aus, dass Sie von anderen Verkehrsteilnehmern schlecht gesehen und falsch eingeschätzt werden, da Sie schneller und flacher als erwartet sind. Gehen Sie keine Risiken ein! Tragen Sie selbstreflektierende Kleidung sowie einen gut sitzenden, zugelassenen (Prüfsiegel) Fahrradhelm.

Wie Sie Ihr THYS 222 Revolver Ruderrad fahrbereit machen

Ausleger, Schalt- und Bremszüge, Armseil

Montieren Sie den Ausleger an den Rahmen. Beachten Sie den eventuellen Einbau von Distanzscheiben. Diese befinden auf den entsprechenden Montageschrauben und gehören nur an dieser Position zwischen Rahmen und Ausleger. Unter jeden Schraubenkopf gehört eine Unterlegscheibe.

Richten Sie den Lenker von oben gesehen rechtwinklig zum Rahmenhauptrohr aus.
Überprüfen Sie

  • alle Schalt- und Bremszüge auf korrekte Position: alle Brems- und Schaltzüge werden auf der linken Seite des Rades geführt.
  • das Armseil: es verbindet Lenker und Fußschlitten und wird dabei über die obere Umlenkrolle am Ende des Auslegers geführt.


Laufräder

Bauen Sie beide Laufräder ein. Achten Sie beim Einbau des Hinterrades darauf, dass das (Kunsstoff- oder Stahl-) Antriebsseil die Antriebsschnecke mit dem Schaltring am Fußschlitten direkt verbindet und z. B. nicht vor dem hinteren Ausfallende verläuft.

Antriebsseil

Stellen Sie das 222 auf seine Räder, das Antriebsseil (Stahlseil oder blaues Dyneema Kunststoffseil) wird nun lose auf dem Boden herumliegen. Diesen Zustand ändern Sie, indem Sie mit der einen Hand die Schnecke rückwärts (Freilauf) drehen und dabei mit der anderen Hand das Antriebsseil etwas unter Spannung halten. Wickeln Sie so das Antriebsseil auf die Schnecke auf bis Sie das Seil zwischen Schnecke und Schaltring spannen können. Der Fußschlitten ist dabei ganz zum Sitz hin - zurückgezogen! (Die Schal-tung befindet sich nun im niedrigsten Gang: die Antriebsseilkammer des Schaltringes ist leer, das Antriebsseil ist komplett auf die Schnecke gewickelt)

Rückholseil

Nun wird das Rückholseil (schwarz, elastisch, Durchmesser 5 mm) eingebaut. Es hat die Aufgabe die Antriebsschnecke in die Ausgangsposition zurückzudrehen sowie die Span-nung auf dem Antriebsseil zu gewährleisten. Wickeln Sie das elastische Rückholseil von der Schalttrommel und lassen Sie ein Ende des Seils an der Schalttrommel angeknotet. In der Antriebsschnecke finden Sie an der Kante mit dem größten Durchmesser verschie-dene Löcher , in die Sie den Haken des anderen Endes des elastischen Rückholseiles einhaken können. Fangen Sie mit einem mittleren Loch an. Später können Sie die Spannung des Rückholseiles ändern indem Sie den Haken in ein anderes Loch einhaken. Das Rückholseil verlässt die Antriebsschnecke im Gegenuhrzeigersinn.

Wickeln Sie das elastische Rückholseil vier mal (220 mm Schnecke: 5 mal) im Gegenuhrzeigersinn auf die Trommelkammer auf, legen Sie es dann um die untere Umlenkrolle des Auslegers. Das Aufwickeln des elastischen Rückholseiles muss unter voller Spannung erfolgen.
Die Schalttrommel weist 6 Aufnahmeöffnungen für den Haken des Rückholseiles auf. Anhand der somit sechs möglichen Positionen können Sie das Rückholseil so einstellen, dass ein Überschalten verhindert wird.


Bei einigen Ruderradmodellen fungiert die untere Umlenkrolle als Seilspanner. Sie schwenkt während des Fahrbetriebes vor und zurück und wird mittels innen im Ausleger geführter Gummiseile vorgespannt. Um das Rückholseil (in diesem Fall, nicht elastisch, Durchmesser 1 mm) auflegen zu können muss die untere Umlenkrolle mit einer Hand zum Ausleger hingezogen werden, mit der anderen Hand wird das Seil aufgelegt, danach lässt man die Rolle vorsichtig los und gibt somit Spannung auf das Rückholseil. Achtung! Passen Sie wegen der hohen Rückstellkräfte auf Ihre Finger auf!

Reicht die Länge des Rückholseiles nicht aus, haken Sie es in das Seil in ein anderes Loch (im Gegenuhrzeigersinn) ein und wiederholen Sie die beschriebene Prozedur. Kürzen Sie in dieser Phase der Montage das Seil nicht.


Wenn Sie das Rückholseil unter Spannung haben, führen Sie ein paar Ruderschläge aus und überprüfen Sie ob Sie in den höchsten Gang schalten können. Im höchsten Gang soll die Spannung auf dem Rückhohlseil hoch sein, man soll das Kautschukseil kaum noch etwas weiter dehnen können. Wenn notwendig schalten Sie zurück in den leichtesten Gang und passen Sie Spannung im System durch die Wahl eines anderen Loches (auf der Schnecke) für den Haken des Rückholseiles an.

Beschreibung des Schaltvorganges

  • Die Schalttrommel ist immer blockiert, nur während eines Schaltvorganges nicht. Sie überträgt im Fahrbetrieb die Antriebskräfte auf die Schnecke. Durch Betätigen des Daumenschalters wird einerseits die Blockierung der Spule am Fußschlitten aufgehoben (Spule ist frei drehbar) und andererseits gleichzeitig die Schnecke blockiert. Durch das Blockieren der Schnecke werden Antriebsseil und Rückholseil ebenfalls blockiert.
  • In diesem Zustand wird durch Bewegen des Fußschlittens rückwärts (Richtung Sitz) das Antriebsseil auf die Spule auf- und das Rückholseil von der Spule abgewickelt: Sie haben in einen höheren Gang geschaltet. Wird der Fußschlitten vorwärts in Richtung Umlenkrollen bewegt, findet der beschriebene Vorgang umgekehrt statt.


Bitte beachten Sie, dass der Daumenschalter immer voll bis zum Anschlag, wie z. B. das Kupplungspedal eines Kfz, gedrückt werden muss. Für den Daumenschalter gibt es nur zwei Zustände: voll durchgedückt oder voll entlastet!

Je nach Position des Antriebsseiles auf der Schnecke ist ein voller Schlag (in diesem Fall ein "Schaltschlag") nötig bevor Sie eine Übersetzungsänderung bemerken. Das liegt an den unterschiedlichen Kreisumfängen in Abhängigkeit von den Schneckendurchmessern. Beträgt dieser bei einem großen Durchmesser 45 cm so reduziert sich dieses Maß auf nur 13 cm bei einem kleinen Duchmesser. Fahren Sie in einem schweren Gang (kleine Durchmesser) brauchen Sie nur wenige cm zu schalten (= kleiner Schaltweg des Fußschlittens) .

Das THYS 222 Ruderrad auf die Körpergröße einstellen

Stellen Sie die Länge der Lenkstange so ein, dass Sie ca. 20 mm Luft zwischen dem Lenker und Ihren Knien haben (bei Durchgang des Lenkers über Ihren angewinkelten Knien)
Die Länge des Armschlagseils (vom Lenker zum Fußschlitten) ist durch Verschieben des Gleitknotens justierbar. Das passiert in dem Bereich des Armschlagseiles, der doppelt geführt wird. Stellen Sie es durch Vor- oder Rückwärtsschieben des Gleitknotens bitte so ein, dass sich Ihre Ellenbogen wenn Sie voll im Sitz liegen bei eingeklinkten Füßen und voll gestreckten Beinen in einem Winkel von 90 Grad befinden. Die Lenkstange sollte Ihren Körper nicht berühren.

Bevor Sie ihre erste Fahrt machen

  • Überprüfen Sie ob die Schuhhaken kompatibel mit den Pedalen Ihres Ruderrades sind. Stellen Sie ggf. den Auslösemechanismus so ein, dass dieser ohne zu hohen Kraftaufwand auslöst und Sie Ihre Schuhe problemlos von den Pedalen lösen können. Üben Sie das Einhaken und Lösen Äûim Trockenen"

  • Betätigen Sie Ihre Arme immer symmetrisch, andernfalls führen Sie Lenkbewegungen aus, die Sie (weil nicht beabsichtigt) in Gefahrensituationen bringen können.

  • Bitte lösen Sie nur eine Hand (oder zwei, wenn Sie mit dem Rad vertraut sind) vom Len-ker wenn das Ruderrad frei läuft und Sie Ihre Beine gestreckt haben.

  • Üben Sie das Steuern mit einer Hand nur bei niedrigen Geschwindigkeiten. Sie sollten ihre Hand niemals während eines Kraftschlages vom Lenker nehmen, denn dann würden Sie den Lenker zu einer Seite hin ziehen (Äûverreißen") und sofort stürzen.

  • Beim Fahren sollten Sie immer Spannung auf dem Armschlagseil (vom Lenker zum Fuß-schlitten) haben. Am Anfang wird das nicht immer gelingen, mit steigender Fahrpraxis ändert sich dieser Zustand.

Bitte beachten

  • Haken Sie zum Fahren immer beide Füße ein. Sollte Ihnen das am Anfang nicht gelingen, dann bringen Sie mit einem eingehakten Fuß nicht zu viel Kraft auf das Antriebssystem, andernfalls erzeugen Sie eine enorme asymmetrische Kraft die auf Fußschlitten und Aus-leger wirkt.

  • Sobald Sie beide Füße eingehakt haben können Sie Ihre volle Kraft einbrin-gen. (Für Menschen mit nur einem Bein fertigt THYS I. D. verstärkte Fußschlitten mit mehr Lagern)

Flat tires

If you have a flat on the rear wheel you can repair the tire when you leave the wheel in the bike as it is.

If you want to replace the inner tube

  • Put the bike in lowest gear with the footslider in most backward position.
  • Unhook the hook of the return shock cord out of the Snek and attach it somewhere on the frame near the rear dropout.
  • Now lift the rear wheel up and let the footslider roll to its most forward position.
  • Loosen the V brake. Now take your rear wheel out and replace the inner tube.
  • Pump up the tyre before you put it back in the frame, attach the V-brake again
  • Now take the foot slider back to the most backward position while the bike is standing on both wheels, you need a bit of force as you are pulling out the bungee in this way.
  • Now hook in the bungee on the Snek again and you are ready to ride again.

Wartung

  • Antriebs- und Rückholseil sowie Schnecke müssen immer frei von jeglichen Schmiermit-teln (z. B. Öle, Fette) sein. Benutzen Sie zum Reinigen nur Wasser.

  • Fetten Sie regelmäßig die verchromten Bahnen des Auslegers sowie die Außenseiten der Kugellagerhäuser aller Kugellager des Fußschlittens. Die genannten Bereiche dürfen nie ohne einen Schmierfilm sein. Im Betrieb fängt sich auf den gefetteten Bereichen Schmutz (vornehmlich Sand). Dieses gilt besonders bei Fahrten im Regen. Im Winter kann es zu Salzablagerungen kommen. Reinigen Sie deshalb vor dem Fetten die oben genannten Bereich mit einem Lappen. Als Schmiermittel eignet sich sehr gut Vaseline.

  • Bei Benutzung eines CVT Antriebesseiles aus rostfreiem Stahl mit dem Revolver-Schaltsystem sollte dieses nach einer Fahrleistung von ca. 5000 bis 7000 km ersetzt werden. Die Fahrleistung hängt vom Gewicht der Fahrerin / des Fahrers, der eingesetzten Kraft sowie der Schalthäufigkeit ab. Je mehr unterschiedliche Gänge benutzt werden, desto länger hält das Seil. THYS I. D. empfiehlt das Seil vor jedem Fahrtantritt zu über-prüfen und beim Auftreten von mehr als 10 Ermüdungsbrüchen der Seilfaseren / 10 mm Seillänge dieses gegen ein Neues auszutauschen.

  • Das Dyneema Antriebsseil nutzt sich langsam ab und hat eine Standzeit von ca. 1200 bis 1700 km. Eine Abnutzung des Seils tritt nur im Bereich der Antriebsschnecke auf, des-halb ist es möglich das Seil zu drehen und damit seine Lebensdauer. THYS I. D. emp-fiehlt, das Seil nach einer Fahrleistung von 800 km zu drehen.

  • Alle Kugellager des Fußschlittens sind mit Exzenterschrauben montiert. Die Kugellager können somit mit Hilfe eines 11 bzw. 14 mm Gabelschlüssels (flache Ausführung) nach Lösen der Achsschraube (Inbusschlüssel) justiert werde. Alle Kugellager müssen immer etwas Abstand zu ihren Laufbahnen haben, so dass sich der Fußschlitten ohne Wider-stand bewegen lässt und er nicht durch Schmutz und Sand blockiert werden kann.
    Wenn die Kugellager nicht mehr geräuschlos laufen sind sie zu reinigen und zu fetten oder zu ersetzen. Das ist zwischen 10.000 und 20.000 km Laufleistung der Fall.

  • Überprüfen Sie die Befestigungsschrauben des Sitzes alle 2000 km.


Gut zu wissen .....

Der Lenkungsdämpfer kann anhand des schwarzen Kunststoffexzenters so eingestellt werden, dass sich ein neutraler Steuerungswinkel einstellt wenn das Rad vorne am Aus-leger angehoben wird.

Stretch on cables

Dyneema propulsion and return cable stretch when they are new mounted. The dyneema fibre does not stretch under short tension but it does crawl, this means it stretches very slowly when hold under tension for a long time. The stretch of cables when they are just mounted is stretch caused by the knots and stranding of the cables. So after mounting a new cable you may have to stop and readjust your cable length.

If you park your rowingbike it is best not to park it in lowest or highest gear. The Snek might adapt itself slightly to the force put on it by the shock cord.

The Shock cord will loose some of its elasticity when it is held under tension. So if you park your bike for longer time it is best to release the shock cord windings off the footslider ring and put it on again before your next ride.

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